Taschengeld ist kein Sanktionsmittel

Neue Empfehlung des Landesjugendamtes Sachsen Am 16.12.2021 verabschiedete der sächsische Landesjugendhilfeausschuss eine neue Empfehlung zum Umgang mit Taschengeld in stationärer Jugendhilfe. Neben anderen verfahrensrechtlichen Details  ist darin explizit formuliert, dass Taschengeld nicht als Sanktionsmittel dient, sondern der freien Verwendung an die Kinder und Jugendlichen auszuzahlen ist.  Eine Kürzung des Taschengeldes ist demnach grundsätzlich unzulässig.  Mit […]

Neues Rechtsgutachten erschienen

Hat ein gestellter Überprüfungsantrag unmittelbare Auswirkungen auf aktuelle Zahlungen von Kostenbeiträgen? Sind gezahlte Kostenbeiträge, die auf fehlerhafter Berechnung beruhen, vom Jugendamt zurückzuzahlen? Für welchen Zeitraum können etwaige Rückzahlungen geltend gemacht werden? Gilt ein Anspruch auf Verzinsung für die Erstattung von zu Unrecht erhobenen Beiträgen? Diesen und weiteren praxisnahen Fragen wendet sich das neue Rechtsgutachten von […]

Bescheide überprüfen lohnt sich!

Wir empfehlen allen jungen Menschen, die aktuell oder in den vergangenen vier Jahren von der Kostenheranziehung betroffen sind oder waren, ihre Kostenheranziehungsbescheide schnellstmöglich zu überprüfen oder überprüfen zu lassen. Wenn der Kostenbeitrag falsch berechnet wurde, kann zu viel gezahltes Geld für bis zu vier Jahre rückwirkend erstattet werden. Dies gilt auch, nachdem sich die gesetzlichen […]

GOOD NEWS für junge Menschen in stationärer Jugendhilfe:

Höchstrichterliches Urteil am 11.12.2020 zum Thema Kostenheranziehung Die ombudschaftliche Beratung wird zunehmend von jungen Menschen in Anspruch genommen, die in stationärer Jugendhilfe leben, über eigenes Einkommen aus Ausbildung oä verfügen und daher vom Thema Kostenheranziehung betroffen sind. Einige junge Menschen haben es mit unserer Unterstützung geschafft, gegen rechtswidrige Kostenheranziehungsbescheide Widerspruch bzw. Klage einzulegen. Streitpunkt war […]

Geschlossene Unterbringung und Freiheitsentzug aus Sicht von Betroffenen. Ein Projekt und ein Tagungsbericht vom 05.02.2020 aus Dresden

Das Bundesland Sachsen hat keine eigenen Einrichtungen für Geschlossene Unterbringung (gU) in der Kinder- und Jugendhilfe. Zurück geht dies auf einen Beschluss des Landesjugendhilfeausschusses von 1998, der solche Einrichtungen für Sachsen ausschließt. Dennoch belegen sächsische Jugendämter Geschlossene Einrichtungen in Brandenburg und in Süddeutschland. Deren Zahl ist unklar, genauere Daten dazu sind nicht verfügbar. Dazu kommen […]

Broschüre: Erfahrungen mit Geschlossener Unterbringung …

… und freiheitsentziehenden Maßnahmen in Jugendhilfe und Psychiatrie Bist du freiheitsentziehend oder geschlossen untergebracht oder es soll bei dir geschehen? Du bist unter 18 Jahre alt? Hier in dieser Broschüre findest du hilfereiche Ratschläge, wie du dir das Leben in einer geschlossenen Unterbringung (GU), das heißt in der geschlossenen Kinder-und Jugendpsychiatrie (KJP) oder in einer […]

Fachtagung „Erziehung in Würde und Freiheit?“ – Geschlossene Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen nach § 1631 b BGB in der Jugendhilfe

Termin: Mittwoch, 05.02.2020 von 11 bis 18 Uhr Veranstaltungsort: Evangelische Hochschule Dresden, Dürerstraße 25, 01307 Dresden Anmeldung: https://doo.net/veranstaltung/43513/buchung Inhalt: Kinder und Jugendliche können in Deutschland auf der Grundlage des § 1631 b BGB geschlossen untergebracht werden und erfahren Freiheitsentziehung in stationären Einrichtungen der Heimerziehung. Sowohl die geschlossene Unterbringung als auch freiheitsentziehende Maßnahmen in der Kinder- […]

Neue Taschengeldsätze in der Heimerziehung in Sachsen ab 2020

Schon im März 2019 hat der Landesjugendhilfeausschuss Sachsen für 2020 höhere Taschengeldsätze festgelegt, Minderjährige erhalten ab vollendetem: 4. Lebensjahr: 8,00€ 5. Lebensjahr: 10,00€ 6. Lebensjahr: 12,00€ 7. Lebensjahr: 15,00€ 8. Lebensjahr: 17,00€ 9. Lebensjahr: 19,00€ 10. Lebensjahr: 25,00€ 11. Lebensjahr: 27,00€ 12. Lebensjahr: 29,00€ 13. Lebensjahr: 34,00€ 14. Lebensjahr: 39,00€ 15. Lebensjahr: 45,00€ 16. Lebensjahr: […]

Immer wieder Thema: Kostenheranziehung für Jugendliche in der Heimerziehung

 Junge Menschen, die in der Heimerziehung oder bei Pflegeeltern leben und eigenes Einkommen haben, müssen einen Teil davon für die Kosten der Heimerziehung an das Jugendamt abgeben. In der Regel sind das 75 Prozent. Das bedeutet, dass junge Menschen nur 25 Prozent von ihrem Einkommen behalten dürfen. Es gibt Jugendliche, die das als ungerecht empfinden […]