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BUNDI Workshop 2025 Gruppenbild

„Wie gründet mensch einen Bundesverband?“ Bericht zum BUNDI-Workshop 2025

Beim BUNDI-Workshop in Erfurt kamen Vertreter*innen aus sieben Landes-Selbstvertretungen zusammen, um die Zukunft ihrer bundesweiten Zusammenarbeit neu zu gestalten. In intensiven Diskussionen entwickelten die Delegierten erste gemeinsame Strukturen und verständigten sich darauf, künftig einen BUNDI-Rat einzurichten, der zwischen den Jahrestreffen Entscheidungen treffen soll. Die Ergebnisse des Workshops sollen im Frühjahr 2026 den Landesselbstvertretungen vorgestellt und offiziell beschlossen werden.

BUNDI arbeitet an neuen Strukturen für die Bundesvertretung

Vertreter*innen aus sieben Landes-Selbstvertretungen junger Menschen aus der stationären Jugendhilfe trafen sich im Oktober 2025 in Erfurt zu einem gemeinsamen Workshop. Ziel war es, die zukünftige Ausrichtung und Arbeitsweise von BUNDI – dem bundesweiten Zusammenschluss der Landes-Selbstvertretungen – weiterzuentwickeln und verbindlicher zu gestalten.

Sieben Landesvertretungen arbeiten bundesweit zusammen

In mehreren Bundesländern gibt es bereits seit vielen Jahren Selbstvertretungen junger Menschen, die in Heimen oder Wohngruppen leben. Aktuell gehören dazu Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Sachsen. Seit 2020 treffen sich diese Landesvertretungen unter dem Namen BUNDI auf Bundesebene, um gemeinsame Themen zu besprechen und sich auszutauschen.

Die bisherigen Treffen hatten vor allem den Charakter eines offenen Austauschs. Verbindliche Regelungen oder feste Entscheidungsstrukturen gab es bislang kaum. Genau daran sollte der Workshop in Erfurt anknüpfen.

Diskussionen über Beteiligung und Mitbestimmung

Während des Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit Fragen zur zukünftigen Organisation von BUNDI. In Gruppenarbeiten und Diskussionen ging es unter anderem um ein gemeinsames Selbstverständnis, Beteiligungsmöglichkeiten sowie um die Frage, welche Strukturen notwendig sind, damit BUNDI langfristig handlungsfähig bleibt.

Besonders deutlich wurde, dass es klare Regeln, gute Kommunikation und ausreichend Ressourcen braucht, um die Zusammenarbeit auf Bundesebene erfolgreich weiterzuführen. Gleichzeitig zeigten die Gespräche, wie unterschiedlich die Vorstellungen in einzelnen Punkten noch sind.

Konstruktive Debatten und unterschiedliche Perspektiven

Bemerkenswert waren die engagierten und gleichzeitig kritischen Diskussionen zwischen den Delegierten aus den Ländern. Unterschiedliche Meinungen gab es beispielsweise dazu, welche Rechte ein zukünftiger BUNDI-Rat haben sollte, wie dieser einberufen werden kann und ob es einen Vorsitz geben soll.

Trotz der verschiedenen Perspektiven gelang es den Teilnehmenden, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und konkrete nächste Schritte zu vereinbaren.

Ein BUNDI-Rat soll künftig Entscheidungen treffen

Am Ende des Workshops stand ein wichtiges Ergebnis fest: Künftig soll ein BUNDI-Rat eingerichtet werden. Dieses Gremium soll zwischen den jährlichen Treffen Entscheidungen treffen und die Arbeit von BUNDI aktiv voranbringen.

Die Ergebnisse des Workshops werden nun weiter ausgearbeitet und sollen beim Jahrestreffen im Frühjahr 2026 den Landesselbstvertretungen vorgestellt und zur Abstimmung gebracht werden. Die gemeinsame Arbeit an einer starken bundesweiten Selbstvertretung geht damit weiter.

Dieses Projekt wurde gefördert vom Deutschen Kinderhilfswerk.

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