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Rückblick: Fachtag am 18.11.2025 in Leipzig

Überfordert die Jugendhilfe! Rechte von Adressat*innen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Am 18. November 2025 fand der diesjährige Fachtag des Kinder- und Jugendhilferechtsvereins e. V. in Leipzig statt. Im Fokus standen in diesem Jahr die Rechte junger Menschen in Wohngruppen – ihre Erfahrungen und Perspektiven sowie die Frage, wie diese Rechte im Alltag verlässlich umgesetzt werden können.

Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Enthüllung und Veröffentlichung der neuen Rechtebroschüre „Deine Rechte in der Wohngruppe“. Die Broschüre wurden von jungen Menschen aus der stationäre Jugendhilfe für junge Menschen in den Wohngruppen erarbeitet. Begleitet wurden sie dabei von fünf Fachkräften des Kinder- und Jugendhilferechtsvereins.

Spannende Vorträge von Prof.in Dr. Zoe Clark (Universität Siegen), Kristoph Reimann (Intervall GmbH), Prof. Dr. Dr. Reinhard Wiesner und Prof. Dr. Timm Kunstreich gaben wichtige Impulse zu aktuellen Herausforderungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und Einschätzungen junger Menschen.

In den Arbeitsgruppen wurde intensiv u.a. zu den Themen wie Selbstvertretung von Adressat*innen, externen Beschwerdemöglichkeiten in den stationären Hilfen zur Erziehung sowie den Rechten junger geflüchteter Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Kolleg*innen, Referent*innen und Besucher*innen für einen gelungenen Fachtag, bereichernde Perspektiven und viele ertragreiche Diskussionen.

Das war unser Tagungsprogramm:


Tagungsmoderation

Henriette Grapentin, Kinder- und Jugendhilferechtsverein e. V.

ab 08:45 Uhr Tagungsanmeldung

09:30 Uhr Begrüßungen

Grußwort von Franz Müller
Vorstand Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.

Eröffnung durch Statements von:

  • jungen Menschen aus der stationären Jugendhilfe (Sprecher*innen der Landesjugendkonferenz Sachsen und BUNDI)
  • Eltern, die mit der stationären Jugendhilfe zu tun haben sowie
  • Vertreter*innen der Fachkräfte durch eine Gewerkschaft

 

10:15 Uhr Vortrag I

„Zum Zustand der stationären Jugendhilfe“
Prof.in Dr. Zoë Clark, Universität Siegen

11:00 Uhr Kaffeepause

11:15 Uhr Vorstellung der neuen KJRV-Broschüre

„Deine Rechte in der Wohngruppe“
Vertreter*innen der Redaktionsgruppe der Broschüre

11:45 Uhr Vortrag II

„Eure Arbeit – Unser Leben. Bewertungen von jungen Menschen über die stationäre Jugendhilfe“
Kristoph Reimann, Interval GmbH

12:30 Uhr Pause mit Mittagsimbiss

13:30 Vortrag III

„Herausforderungen für die stationäre Jugendhilfe – was ist uns alles (neu) aufgetragen?“
Prof. Dr. Reinhard Wiesner

14:15 Uhr Kaffeepause

14:30 bis 16:00 Uhr Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe 1 
Selbstvertretung aufbauen – in der Einrichtung, beim Träger und in der Region
Elsa Thurm (Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.)

Arbeitsgruppe 2
Kinderrechte in der stationären Jugendhilfe durchsetzen – Vorstellung der neuen Broschüre von der Landesjugendkonferenz (LJK) und der externe Beschwerdestelle Leipzig (BeMiBe)
Sarah Preusker (Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.) und junge Menschen aus dem Redaktionsteam

Arbeitsgruppe 3
Eltern wirklich am Alltag und an der Entwicklung ihrer Kinder teilhaben lassen. Wie das gehen kann am Beispiel einer Einrichtung in Dresden
Thomas Luding (Burmeister&Luding), Björn Redmann (Kinder- und Jugendhilferechtsverein e. V.)

Arbeitsgruppe 4
Externe Beschwerdemöglichkeiten für Einrichtungen entwickeln – eine Überforderung für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe?!
André Kapuczinski (Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.), N.N.

Arbeitsgruppe 5
Keine Zwei-Klassen-Jugendhilfe oder die Frage danach, wie sich Rechte von geflüchteten jungen Menschen in der stationären Jugendhilfe wirklich umsetzen lassen
Bianca Häse und Linda Sihem Bellounar (Sächsischer Flüchtlingsrat), Ulrike von Wölfel (Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.)

Arbeitsgruppe 6
Machtreflexion in den stationären Hilfen: Hilfeplangespräche als Kristallisationspunkt zwischen Fremd- und Selbstbestimmung junger Menschen
Anna Michels-Boger und Lisa Baumann (Servicestelle Gewaltprävention DKSB Landesverband Sachsen e.V.)

16:00 Uhr Pause

16:30 Uhr Abschlussvortrag:
Abschlussvortrag „Wie könnte eine Kinder- und Jugendhilfe aussehen, die auf „Heimerziehung“ verzichtet? Oder: Plädoyer für die Abschaffung der Heimerziehung“
Prof. Dr. Timm Kunstreich

17:15 Uhr Abschluss und Verabschiedung

17:30 Uhr Ende der Tagung

Careleaver-Zentrum von Kürzungen bedroht!

Seit dem 1. April erhält das Careleaver-Zentrum „House of Dreams“ keine Förderung mehr von der Landeshauptstadt Dresden.
 
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